14. Oktober 2021

Story und ehrliches Marketing

Es ist eine alte Frage: Warum soll ein Unternehmen ins Branding investieren? Spricht das Produkt nicht für sich selbst? Eine Marke schafft Differenzierung und stellt besondere Eigenschaften und Wettbewerbsvorteile heraus. Dabei geht es vor allem um Sympathie. Davon können auch Immobilien profitieren.

Den ersten Kontakt mit einer Immobilie oder einem Quartier haben spätere Nutzer meist schon lange vor Einzug. Das Marketing kann eine Erwartungshaltung an das Projekt erzeugen. Das kann sich auf finanziell lohnen: Immobilien, die in der Öffentlichkeit als Marke wahrgenommen werden, erzielen statistisch gesehen höhere Mietpreise und gesteigerte Verkaufswerte. Zudem stehen sie seltener leer.

Die Marke muss aber sorgsam entwickelt werden. Nicht effektiv ist es, dabei das Blaue vom Himmel zu versprechen. Unerfüllte Erwartungen führen zu Enttäuschung und schwindender Akzeptanz. Angefangen beim Namen sollte die Marke aus den Eigenschaften und Besonderheiten des Produkts abgeleitet werden. Was also ist das Alleinstellungsmerkmal von konkreten Quartieren? Ein Holzhybrid-Gebäude im Düsseldorfer Medienhafen wurde nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip konstruiert. Name: The Cradle. Ebenfalls im Düsseldorfer Medienhafen steht ein von INTERBODEN entwickeltes Projekt, das sich an Menschen richtet, die berufsbedingt einen Zweitwohnsitz benötigen, kurzfristig eine neue Wohnung suchen oder sich in einer privaten Neuorientierung befinden. In der Projektentwicklung wurde viel Wert auf ein richtiges Zuhause-Gefühl gelegt. Name: #behomie. Und als INTERBODEN ein ehemaliges Düsseldorfer Gefängnisareal in einen Ort verwandelte, der allen Bewohnern und Nutzern nun gerade maximale Freiheit bescheren sollte, sollte dies auch im Namen zum Ausdruck kommen: maxfrei.

Die Entwicklung des Logos von #behomie. Quelle: INTERBODEN/Felix Steinhaus

Eine Marke kann Vertrauen schaffen, für eine vertraute Atmosphäre sorgen und Gemeinschaft durch Identifikation schaffen. Wer sich aber mit seiner Umgebung identifiziert, achtet besser auf diese. So hat das richtige Marketing auch langfristige positive Effekte, auf die man bei der Quartiersentwicklung nicht verzichten sollte.

Über den Autor:

Verkauft werden nie nur Produkte, sondern Geschichten. Das weiß auch der 1983 geborene Werbekaufmann und Kommunikationswirt Sascha König, der seit 2016 bei der INTERBODEN Gruppe die Bereiche Marketing und Kommunikation leitet. Hier verantwortete er unter anderem die Markenentwicklung von Projekten wie The Cradle, maxfrei und #behomie.