20. September 2021

Unser Verständnis von Stadtquartieren

Auch wenn die Werbung es manchmal suggeriert: Nicht jedes Großprojekt ist gleich ein Quartier. Stadtquartiere sind größere Projektentwicklungen mit gemischter Nutzung in zentralen Innenstadt- und Stadtteillagen. Sie erfordern ein übergeordnetes Konzept, entwickelt aus den lokalen Interessen der dort lebenden Menschen sowie den wirtschaftlichen Interessen und dem sozialen Verständnis von Quartiersentwicklern und Investoren.

Eine Identifikation mit dem neuen sozialen und gebauten Umfeld ist Voraussetzung für eine langfristige und damit nachhaltige Zukunft. Außerdem muss das Quartier flexibel geplant werden, damit es sich kontinuierlich den jeweils aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, ökologischen, sozialen und sozio-kultureller Gegebenheiten und Ziele anzupassen vermag. In diesem Sinne ist ein Quartier keine fest umrissene Größe, sondern muss immer wieder neu definiert werden. Nutzungsvielfalt bringt Lebendigkeit ins Quartier, meidet Monotonie der Lebensformen, sorgt für ganztägige Bewegung und Präsenz, lässt das Quartier mit den sich verändernden Anforderungen der Zeit wachsen und sich daran anpassen. Ein Quartier ist nie fertig. Es muss offen sein für eine täglich neue Zukunft der Menschen, die darin wohnen, arbeiten, ihre Freizeit gestalten.

Die Zukunft und möglichst schon Gegenwart des Quartiers ist grün, klimaneutral und CO2-reduziert. Es verbindet die gebaute mit der natürlichen Umwelt, bringt Bäume und Pflanzen zurück in unsere betonierte städtische Lebenswelt, reduziert den Autoverkehr. Sein Anspruch ist die nachhaltige Werterhaltung und die auf Dauer einhergehende soziale Werterhöhung durch sich verfestigende menschliche Bindungen. Damit wächst auch der wirtschaftliche Erfolg der Initiatoren.

Über die Autoren:

Die 1992 geborene Caroline Löbbert kam 2017 als Werkstudentin zur Firmengruppe INTERBODEN und arbeitet inzwischen als Projektentwicklerin. 
Reiner Goetzen (Jahrgang 1951) übernahm 1982 die Bauträgergesellschaft INTERBODEN seines Vaters Heinrich und entwickelte sie zu einem ganzheitlich denkenden Bauträger und Projektentwickler weiter.